Freitag, 22. September 2017

Rezension | "Paper Palace" von Erin Watt

Buchinformationen

Originaltitel: Twisted Palace | Autor: Erin Watt | Verlag: Piper Verlag
Format: Klappenbroschur | Seiten: 416 Seiten | ISBN: 978-3-492-06073-8
Preis: 12,99€ [D]

Erschienen am 02. Mai 2017
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Reiheninformation

Band 1: Paper Princess | Band 2: Paper Prince | Band 3: Paper Palace
Band 4: Paper Passion (erscheint am 02.11.2017)
Band 5: Paper Paradise (erscheint am 01.02.2018)
Band 6: Paper Party (erscheint am 01.03.2018)
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Und weiter geht es mit der Paper Reihe. Die ersten beiden Bände haben es mir ja sehr angetan und nach dem großen Cliffhanger aus dem zweiten Teil, musste ich so schnell wie möglich die Fortsetzung Paper Palace lesen. Tatsächlich unterscheidet sich Paper Palace aber sehr von seinen Vorgängern und hat in mir eher gemischte Gefühle geweckt.

Der dritte Band hat zwei Handlungsstränge. Zum einen geht es um den Mord an Brooke und zweitens um Steves unerwartete Rückkehr. Beides wirft eine Menge Rätsel auf, nicht nur für den Leser. Reed gilt immer noch als Hauptverdächtiger in Brookes Mordfall und ein Ausweg scheint nicht in Sicht. Es existieren unwiderlegbare Beweise für seine Schuld.

Währenddessen wird auch Ellas Leben ordentlich auf den Kopf gestellt. Ihre Zukunft mit Reed erscheint immer ungewisser, nicht zuletzt weil ihr Vater Steve mit ihrer Beziehung nicht einverstanden ist. Überhaupt scheint er Ella nach seiner Rückkehr vollkommen für sich vereinnahmen zu wollen und den Kontakt zu den Royals nicht zu billigen. Man fragt sich nur: warum?

Generell ist Steves plötzliches Auftauchen eher merkwürdig als glaubhaft. Angeblich wurde er nach seinem Absturz an einer Insel angespült und die Einheimischen haben sich um ihn gekümmert, bis er wieder zurückkehren kann. Für mich klingt das doch sehr weit hergeholt. Schade finde ich, dass wir im Laufe des Buches nichts Näheres darüber erfahren und uns mit Steves Geschichte einfach abfinden müssen.

Ella hingegen scheint sich mit gar nichts so recht abzufinden, was Steve betrifft. Er versucht sich ihr hartnäckig als Vater aufzudrängen und das Versäumte so schnell wie möglich nachholen zu wollen. Ella, die elterliche Autorität nie kannte, fühlt sich dadurch natürlich extrem bedrängt und in ihrer Freiheit eingeschränkt. Besonders ihre Beziehung zu Reed hat stark darunter zu leiden, da Steve die Beiden mit aller Macht auseinander bringen will. Auch als Leser entwickelt man eine richtige Abneigung ihm gegenüber und man wird das Gefühl nicht los, dass irgendwas mit ihm faul ist.

Auch mit Reeds Verwicklung in Brookes Mordfall scheint irgendwas nicht mit richtigen Dingen zuzugehen. Ich glaube kaum einer kann sich vorstellen, dass Reed sie wirklich umgebracht hat. Klar, er ist aggressiv und impulsiv, aber für einen Mord hat er zu viel Köpfchen. Auch Ella ist überzeugt von Reeds Unschuld und stellt eigene Ermittlungen an. Ich glaube die Geschichte hat viel Potenzial verschenkt, indem man sich zu wenig auf den Krimi Aspekt konzentriert hat. Stattdessen wirkte Reeds drohende Haftstrafe viel zu unwichtig, um überhaupt Gefühle darin zu investieren. Ich hätte viel mehr Verzweiflung seitens der Protagonisten erwartet, aber stattdessen wirkte es eher so, als ob Reed einfach nur ein langer Besuch bei einem unliebsamen Verwandten bevorsteht. So wurde leider auch einiges an Spannung und Atmosphäre verschenkt, die für den Handlungsverlauf aber sehr wichtig gewesen wären. Ein Handlungsstrang dümpelt nach dem anderen vor sich hin und die Lesemotivation hielt sich bei mir relativ in Grenzen.

Auch die Beziehung zwischen Ella und Reed hat mir nicht dieses wohlige Gefühl gegeben, welches ich von den ersten zwei Bänden gewohnt bin. Man hat das Gefühl, dass die Beiden an einem Punkt sind, an dem nichts mehr kommt. Die Beziehung entwickelt sich nicht weiter und gerade während Reeds Prozess hätte man wirklich mehr daraus machen können. Ich hätte mir gewünscht, dass die Beiden mehr zusammenwachsen und erkennen, was für ein starkes Team sie sein können, auch ohne die Unterstützung von Callum. Auch hier wurde meiner Meinung nach viel Potenzial verschenkt.

Gut gefallen hat mir hingegen der gewohnt leichte Schreibstil, der für die Paper Reihe auch eine Art Wiedererkennungseffekt darstellt. Man muss sich nicht stark konzentrieren und kann sich einfach entspannt zurücklehnen beim Lesen. Außerdem konnten wir Nebencharaktere wie Dinah und Jordan mal aus einem ganz anderen Blickwinkel erleben und mehr über dessen Persönlichkeit erfahren. Ich finde sowas gibt einem Roman immer ein wenig an Tiefe, da eine Geschichte eben nicht nur durch die Hauptcharaktere gesteuert wird.

Die letzten Kapitel des Buches haben mir, verglichen mit dem Rest, sehr gut gefallen. Die Handlung hat an Tempo zugelegt und der Showdown am Ende war genau das, was ich die ganzen vorherigen Kapitel hindurch vermisst habe. Ich finde jedoch, man hätte das Ende über ein paar mehr Seiten strecken können, da es sehr schnell vorüber war und sehr gehetzt wirkte.

Und auch wenn ich mit dem dritten Band der Paper Reihe nicht über alle Maßen zufrieden bin, ist es dennoch schade, dass die Handlung aus Ellas Sicht nun vorbei ist. Ich fand ihre Geschichte wirklich unterhaltsam und schön. Es hat mir einfach sehr gefallen zu sehen, wie sie sich im Laufe der Geschichte immer weiterentwickelt hat und mit den Royals zu einer richtigen Familie zusammengewachsen ist. Umso gespannter bin ich nun natürlich auf die Spin-Off Romane, die einen Einblick in das Liebesleben der anderen Royal Brüder gewähren sollen.

Freitag, 15. September 2017

Beauty Haul August & September 2017 | BeautyBay, Colourpop, BodyShop & Rossmann

In den letzten Wochen sind bei mir wieder einige schöne Beauty Neuheiten eingezogen. Schuld daran waren hauptsächlich Angebote, die mir sehr gelegen kamen und den Anreiz zum Kaufen bei mir nur noch verstärkt haben. Ich kann aber guten Gewissens behaupten, dass alles auch auf meiner Wunschliste stand und ich nicht nur wegen einem guten Angebot zugelangt habe. Was mich jeweils zum Kauf bewegt hat, möchte ich euch nun in diesem Post erzählen.


Wie man sieht, handelt es sich um eine gute Mischung aus allen Beauty Kategorien. Ich bin tatsächlich sehr zufrieden mit meiner Auswahl und bereue keinen einzigen Kauf. Zwei besonders interessante Schnäppchen sind der Lippenstift von Catrice und der Highlighter von MakeUp Revolution. Den Grund werde ich euch im laufe des Posts noch näher erläutern.


Colourpop Yes, Please! Eyeshadow Palette
Ich glaube die Yes, Please! Palette wurde zehnmal restocked und war jedes Mal innerhalb weniger Minuten ausverkauft. Jedenfalls hatte ich dann irgendwann mal Glück und konnte ein Exemplar ergattern. Viele wissen wahrscheinlich, dass die Palette als ein Dupe zur Natasha Denona Sunset Palette gehandelt wird. Für mich war das einer der Anreize, die mich zu einem Kauf bewegt haben. Ausschlaggebend waren für mich aber die tollen Herbstfarben, die mich noch mehr in Herbststimmung bringen, als ich eh schon bin. Zu Haltbarkeit und Qualität kann ich noch nicht viel sagen, da ich das Testen der Lidschatten noch vor mir habe. Ich bin aber so neugierig, dass ich sicherlich auch einen Post darüber schreiben werde.


Anastasia Beverly Hills Aurora Glowkit
Ich bin ein großer Fan der ABH Glowkits. Jedoch hat mich das neue Aurora Glowkit zunächst nicht so recht gereizt. Natürlich wollte ich es unbedingt für meine Sammlung haben, aber der Preis hat mich dann doch ein wenig abgeschreckt. Einige Wochen und zig YouTube Videos später, haben mir die neuen Farben in dem Glowkit immer mehr zugesagt und die Kaufentscheidung war getroffen. Im Endeffekt hatte ich großes Glück, dass ich so lange mit meinem Kauf gewartet habe. Denn zu dem Zeitpunkt, als ich die Palette dann endlich haben wollte, hat BeautyBay das Aurora Glowkit zum halben Preis für umgerechnet circa 24 Euro angeboten.


MakeUp Revolution Skin Kiss Highlighter "Ice Kiss"
Der MUR Highlighter war ein unschlagbares Schnäppchen. Ich habe ihn nämlich mit einem satten Preisnachlass von 40% ergattern können. Also fast zum halben Preis. Grund dafür war eine Aktion bei Rossmann, bei der man Puder und Lippenstifte für -30% kaufen konnte. Zusätzlich hatte ich noch einen 10% Coupon in der Rossmann App, und mein MakeUp Glück war perfekt. MakeUp Revolution ist ja bekannt dafür, Dupes für bekannte Marken und Produkte auf den Markt zu bringen und für mich ist hier eine eindeutige Ähnlichkeit zu Jeffree Stars "Skin Frost" Highlightern zu erkennen. Sogar die Verpackungsgröße ist nahezu identisch. Die Qualität allerdings leider nicht. Ich stehe mit diesen Plastik Deckeln immer auf Kriegsfuß, da diese mir früher oder später am Scharnier brechen. Auch der Geruch ist sehr chemisch und unangenehm, jedoch merkt man im Gesicht kaum etwas davon. Mit seinem High End Zwilling kann der Highlighter auch in der Pigmentierung kaum mithalten, ist aber eine nette Drogerie Alternative für den Alltag. Darum bereue ich den Kauf auch nicht und für 3 Euro (dank Rabatte) kann man auch echt nicht meckern.


Catrice Soleil d'Ete Lippenstift "C02 Meet MEtal"
Der Catrice Lippenstift durfte dank der selben Rossmann Rabatt Aktion bei mir einziehen. Die Soleil d'Ete Limited Edition beinhalt insgesamt drei Metallic Lippenstifte, von denen ich so viele schöne Bilder auf anderen Blogs gesehen habe. Was an anderen hübsch aussieht, muss aber nicht zwangsläufig auch einem selber stehen. Deshalb habe ich testweise auch nur einen mitgenommen. Da der Sommer auch nun wohl nicht mehr zurückkommen wird, werde ich auch erst nächstes Jahr zu dem Lippenstift greifen. Ich finde, zum Herbst passt er einfach nicht.


The BodyShop Vanilla Pumpkin Body Butter
Und mein persönliches Highlight kommt zum Schluss. Der BodyShop bringt jährlich zur Weihnachtszeit eine Festtagskollektion raus, auf die ich jedes Jahr aufs neue hinfiebere. Dass es dieses Jahr allerdings schon einen Vorgeschmack im Herbst gibt, habe ich nicht erwartet. Und dass es dann auch noch eine Pumpkin Duftrichtung wird, hat mich völlig vom Hocker gehauen. Ich habe mir traditionell die Bodybutter gekauft, bin allerdings stark am überlegen, ob ich mir auch das Duschgel hole weil der Duft einfach unglaublich ist. Leider gab es kein Körperpeeling, was ich sehr schade finde. Für mich gehören die zur Festtagskollektion jedes Jahr dazu.

Sonntag, 20. August 2017

Rezension | "Aquila" von Ursula Poznanski

Buchinformationen

Originaltitel: - | Autor: Ursula Poznanski | Verlag: Loewe Verlag
Format: Klappenbroschur | Seiten: 432 Seiten | ISBN: 978-3-7855-8613-6
Format: E-Book | Seiten: 448 Seiten | ISBN: 978-3-7320-1107-0
Preis Klappenbroschur: 16,95€ [D] | Preis E-Book: 12,99 [D]

Erschienen am 14. August 2017
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Aquila wurde mir vom Loewe Verlag als E-Book Leseexemplar zugeschickt. Da ich die vorherigen Jugendromane von Ursula Poznanski auch alle gelesen habe, war ich natürlich neugierig auf das neuste Buch aus ihrer Feder. Ich bin tatsächlich mit sehr hohen Erwartungen an das Buch herangegangen, da ich bei jedem Poznanski Buch immer daran zurückdenke, wie sehr mir Erebos gefallen hatte.

Die Geschichte beginnt mit einer sehr verwirrten Nika. Sie wacht an einem Dienstagmorgen auf und weiß zunächst nicht wo sie ist, und was passiert ist. Auch als Leser kann man die Situation schwer einordnen. Alles was Nika bei sich findet ist ein Zettel mit seltsamen Notizen. Als sie merkt, dass sie sich in ihrer WG befindet, schaut sie sich um und findet eine erschreckende Nachricht am Badezimmer Spiegel: „Letzte Chance“.

Die Handlung ist danach aufgebaut wie ein Puzzle. Nika findet heraus, dass sämtliche Erinnerung seit der Party Samstagnacht aus ihrem Gedächtnis verschwunden sind, jedoch ohne einen Hinweis, was währenddessen geschehen ist. Außerdem wundert sie sich, wo ihre Mitbewohnerin Jenny abgeblieben ist. Ihr Pass und ihr Handy sind ebenfalls verschwunden. Es wirkt zunächst so, als ob zwischen all dem kein Zusammenhang besteht.

Plötzlich taucht Lennard, der Freund ihrer Mitbewohnerin Jenny, auf und wundert sich, dass Nika sich an nichts erinnern kann. Am Samstag soll es zwischen ihr und Jenny schließlich extrem gekracht haben. Mehr kann er ihr aber leider auch nicht sagen und so bleibt Nika weiterhin im Ungewissen. Als jedoch nachts unerwartet ein Fremder bei ihr in der WG auftaucht, weiß sie, dass etwas nicht stimmen kann. Sie wendet sich nochmal ihren verworrenen Notizen zu und findet heraus, dass diese Hinweise beinhalten, was sie in den letzten Tagen erlebt hat.

Von da an muss man wirklich aufpassen, dass man nichts überliest. Denn sonst ist es extrem schwer, die weitere Handlung nachvollziehen zu können. Jedes kleinste Detail baut aufeinander auf und ich fand es echt spannend, wie sich die mysteriöse Situation nach und nach aufklärt, aber gleichzeitig auch für Nika verschlimmert. Von dieser Seite her erfüllt das Buch alle Anforderungen, die ich an einen Jugend Thriller habe.

Was mir nicht so gut gefallen hat, waren die Charaktere. Ich konnte mich leider überhaupt in diese hineinversetzen oder eine Bindung zu ihnen aufbauen. Das hat es mir teilweise auch schwer gemacht, der Geschichte aufmerksam zu folgen. Dabei beinhaltet das Buch viele interessante Personen, die durch diese Distanz jedoch allesamt wie unwichtige Nebencharaktere erscheinen. Das Interesse geht so bei mir schnell verloren, auch wenn die Handlung eigentlich spannend ist.

Wenn ich nun so an die anderen Poznanski Jugendbücher denke, fällt einem ein gewisses Schema im Schreibstil auf. Ich finde, dass „Aquila“ sich sehr ähnlich wie „Layers“ oder „Elanus“ gelesen hat. Geradezu als ob diese Bücher einen Zusammenhang haben bzw. eine Reihe darstellen sollen. Diesen Wiederkennungseffekt kenne ich sonst normalerweise nur von Trilogien oder anderen Mehrteilern. Die Schauplätze und Atmosphäre werden stets sehr detailliert beschrieben, während die Charaktere immer sehr distanziert behandelt werden. Insgesamt empfinde ich den Schreibstil immer als sehr schwer, wodurch viel Konzentration beim Lesen gefragt ist. Das ist auch der Grund warum ich an Poznanski Romanen im Durschnitt länger brauche, als bei vergleichbaren Büchern.

Die Auflösung des Rätsels war letzten Endes sehr raffiniert und bewundere die Autorin sehr dafür, wie sie es geschafft hat, sämtliche Fäden logisch zusammenlaufen zu lassen. Ich kann nur spekulieren, wie viele Mindmaps sie sich gemacht haben muss, um ja kein Detail auszulassen oder zu vergessen. Man ist schockiert und hätte mit vielen gerechnet, aber nicht damit. Am Ende macht alles jedoch Sinn.

Insgesamt empfand ich auch dieses Poznanski Buch wieder als sehr interessant und spannend. Die Zusammenhänge sind intelligent miteinander verknüpft und die Atmosphäre hat dem Thriller Genre alle Ehre gemacht. Die größte Schwäche des Buches sind definitiv die Charaktere, an denen viel Potential verloren geht. Da die Poznanski Romane sich stets von anderen Büchern abgrenzen und einzigartig sind, werde ich aber definitiv auch wieder zu dem nächsten Buch aus ihrer Feder greifen.

Montag, 14. August 2017

Aufgebraucht | Juli & August 2017

Die Hälfte vom August ist ja schon vorüber, deshalb haben sich in diesen "Aufgebraucht" Post auch Produkte aus dem August geschummelt. Ich gehe mit meinen Sachen immer sehr sparsam um, deshalb brauche ich auch sehr lange, um etwas wirklich komplett leer zu machen. Dennoch ist im Juli ein bisschen was zusammengekommen, zu dem ich euch jeweils kurz meine Meinung verraten werde.


Gliss Kur Summer Repair Shampoo und 1-Minute Intensivkur
Ich hatte sowohl Shampoo als auch Kur mit in meinem Sommer Urlaub und ich hatte das Gefühl, dass es meine Haare bei der aggresiven Sonne gut gepflegt hat. Allerdings habe ich keinen Vergleich ob ein ähnliches Shampoo mit entsprechender Kur nicht den selben Effekt erzielt hätte.


ISANA Around the World Duschgel - fernes Tahiti
Das Duschgel riecht so richtig schön nach Sommer. Die Mischung aus Kokos und Litschi riecht sehr angenehm, jedoch bleibt nach dem duschen kaum etwas davon auf der Haut übrig. Außerdem hatte ich das Gefühl, dass das Duschgel meine Haut austrocknet und ich nach dem Duschen nicht auf Cremen verzichten kann.

The Body Shop - Vanilla Chai Handcreme
Die Vanilla Chai Handcreme war Bestandteil der letztjährigen Weihnachtskollektion. Ich bereue es jetzt schon, dass ich mich nicht mit sämtlichen Produkten der Vanilla Chai Reihe zehnfach eingedeckt habe, denn der Duft ist umwerfend. Auch der Pflegeeffekt der Handcreme hat mir sehr gut gefallen. Perfekt für spröde Winterhände. Ich hoffe, dass es dieses Jahr eine ähnliche Duftreihe in der Weihnachtskollektion geben wird.


Ratiopharm - Hyaluron Augentropfen
Augentropfen gehören zu meiner täglichen Schminkroutine einfach dazu. Ich wache morgens leider immer mit sehr trockenen Augen auf und bin somit auf gute Tropfen angewiesen. Die von Ratiopharm haben mir ganz gut gefallen, jedoch bin ich immer noch auf der Suche nach welchen, dessen Wirkung länger anhält.

Bioderma - Sébium AKN
Die Sébium Reihe von Bioderma gehört zu meinen Heiligen Gralen. Meine Pflegeroutine besteht zu großen Teilen aus den Bioderma Produkten und meine Haut merkt es quasi über Nacht, wenn ich diese nicht benutze. Ich habe leider eine sehr anstrengende Mischhaut der man es kaum recht machen kann. Aber die Sébium Produkte helfen mir sehr dabei, das Problem unter Kontrolle zu halten.

Freitag, 11. August 2017

Rezension | "Das Reich der Sieben Höfe - Dornen und Rosen" von Sarah J. Maas

Buchinformationen

Originaltitel: A Court of Thorns and Roses | Autor: Sarah J. Maas | Verlag: DTV Verlag
Format: gebunden mit Schutzumschlag | Seiten: 480 Seiten | ISBN: 978-3-423-76163-5
Preis: 18,95€ [D]

Erschienen am 10. Februar 2017
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Reiheninformation

Band 1: Das Reich der Sieben Höfe - Dornen und Rosen
Band 2: Das Reich der Sieben Höfe - Flammen und Finsternis
Band 3: N.N.
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Ich und dieses Buch hatten wirklich ernsthafte Startschwierigkeiten. Der Prolog zog sich hin, der Schreibstil war mir viel zu trocken und ich dachte wirklich, dass ich es nicht weiterlesen würde. Ich konnte es mir überhaupt nicht erklären, wieso dieses Buch so gehypt wird. Dass ich es im Nachhinein aber abgöttisch lieben würde und selbst eine Woche nach Beenden des Buches immer noch daran denken würde, habe ich tatsächlich nicht erwartet. Aber anscheinend ziehe ich solche Bücher in letzter Zeit verstärkt an. Man sollte ein Buch halt nie nach dem ersten Kapitel beurteilen.

Das Buch erzählt die Geschichte von der neunzehnjährigen Feyre, deren Name ich wahrscheinlich nach wie vor nicht richtig aussprechen kann. Sie lebt in einem ärmlichen Menschendorf südlich der Mauer nach Prythian, dem Land der Fae. Als sie im Wald auf der Jagd ist, begegnet sie einem riesigen Wolf, der ihr jedoch nicht feindselig erscheint. Dennoch sieht sie keine andere Möglichkeit als ihn zu töten, um kein Risiko einzugehen und mit dem Leben davonzukommen.

Durch den Verkauf des Wolffelles erhofft sie sich ein gutes Maß an Geld, um für ihre Familie zu sorgen. Ihr Vater ist dazu nicht mehr in der Lage, seit er das gesamte Vermögen der Familie mit einem kaufmännischen Deal verloren hat und seitdem gebrochen ist. Feyres Schwestern sehen sich aber nach wie vor als etwas Besseres und lassen keine Gelegenheit aus, ihr Schicksal zu bejammern. An Feyres Stelle wäre ich wahrscheinlich schon längst von Zuhause abgehauen, jedoch hat sie ihrer Mutter auf dem Sterbebett versprochen, auf die Familie aufzupassen.

Jedenfalls hat die Autorin es wirklich grandios hinbekommen, diesen Teil der Geschichte mit einer derartig hoffnungslosen Atmosphäre auszuschmücken, dass ich tatsächlich paarmal das Bedürfnis hatte das Buch beiseite zu legen und einmal durchzuatmen. Jedoch war ich auch an dem Punkt noch kein richtiger Fan des Buches. Ich hatte die Befürchtung, dass diese negative Atmosphäre sich wie ein roter Faden durch die Geschichte ziehen wird und einfach keine Freude dabei aufkommen wird.

Die Stimmung wendet sich jedoch schlagartig, als buchstäblich die Hölle über Feyres Haus hereinbricht. Eine riesige tierartige Gestalt aus Prythian taucht bei ihr auf und fordert einen Tribut für den getöteten Wolf. Denn dieser war ein Fae, genauso wie das Biest. Man hat es ja fast erwartet, nachdem Feyre im ersten Kapitel schon die Vermutung geäußert hat.

Der Fae verweist auf einen Vertrag zwischen den Fae und den Menschen, welcher besagt, dass ein Leben für das andere herhalten muss. Bedeutet: tötet ein Mensch einen unschuldigen Fae, muss dieser sein Leben dafür geben. Feyre, die sich langsam als ziemlich tough erweist, will für ihre Schuld einstehen und macht sich schon mit dem Gedanken vertraut, von dem Tier in Stücke gerissen zu werden. Dieser bietet ihr jedoch eine andere Möglichkeit an.

Sie soll ihr Leben mit ihm am Frühlingshof in Prythian verbringen. Nicht als Sklavin, sowie die Fae früher Menschen bei sich hatten, sondern quasi als Hofmitglied. Da stellt sich mir jedoch die Frage WIESO??? Erst fordert er ein Leben für seinen getöteten Fae Freund und dann sowas? Irgendwas ist da merkwürdig und dieses Gefühl verstärkt sich von Seite zu Seite.

Von Seite zu Seite ist ein gutes Stichwort, denn ab dann wurde das Buch zu einem Pageturner und hat mich vollkommen in seinen Bann gezogen. Mit einem Mal habe ich verstanden, wieso jeder dieses Buch so sehr liebt.

Als Feyre am Frühlingshof ankommt, beginnt die Geschichte dann richtig. Dort erfährt sie von einer Seuche, die den Hof in Angst und Schrecken versetzt und allen Bewohnern langsam ihre Magie raubt. Ich fand es super interessant, als man nach und nach mehr über Prythian erfahren hat und über die Geschichte der Fae. Einige Kreaturen aus der Welt der Fae haben mir wirklich einen Schauer über den Rücken gejagt, was aber auch dem Schreibstil der Autorin geschuldet ist. Am Anfang hat mich dieser wirklich abgeschreckt, aber als Feyre dann am Frühlingshof ankommt, hat sich das Blatt echt gewendet. Die Geschichte ist so anschaulich erzählt, dass einem regelrecht ein Film vor Augen abläuft. Man kann gar nicht anders, als sich alles bildlich vorzustellen.

In ihrem neuen Zuhause findet Feyre heraus, dass der Fae der sie ihrer Heimat entrissen hat, auf den Namen Tamlin hört und der High Lord des Frühlingshofes ist. Feyre macht währenddessen keinen Hehl aus ihrem unverblümten Hass gegen die Grausamkeit der Fae, jedoch findet sie schnell heraus, dass der Frühlingshof alles andere als grausam ist. Tamlin versucht ihr ein schönes Leben in seinem Anwesen zu bereiten und einmal mehr fragt man sich, was das ganze eigentlich soll. Hier geht es doch um mehr, als einen Vertrag zwischen Menschen und Fae.

Es wird immer mysteriöser und dann taucht plötzlich jemand auf, auf den man eigentlich das ganze Buch hindurch gewartet hat. Ich zumindest. Denn auf sämtlichen Social Media Kanälen sieht man in Verbindung zu dem Buch eigentlich nur einen Charakter mit Feyre: Rhysand, der mysteriöse Fremde vom Hof der Nacht. Bei seinem ersten richtigen Auftritt bedroht er Tamlin im Auftrag einer unbekannten Macht und Feyre vermutet, das doch mehr hinter der Geschichte über den Frühlingshof steckt, als man ihr erzählen will.

Ihre Vermutung wird schnell zur bitteren Gewissheit und Feyre sieht sich ihrem größten Alptraum gegenüber. Gut für uns, dass wir währenddessen mehr über Rhysand lesen können. Er ist definitiv nicht das, für was man ihn auf den ersten Blick hält. Aber das Bild des mysteriösen Fremden passt einfach zu gut zu ihm und plötzlich versteht man, wieso alle Leute Rhysand und Feyre so vergöttern. Ich habe es so genossen die Szenen mit den beiden zu lesen, es hat einfach so süchtig gemacht. Die Chemie und die Interaktionen zwischen den Beiden ist einfach auf den Punkt und ich hoffe einfach so sehr, dass man viel mehr über Rhysand und seine Geschichte im Folgeband erfährt.

Insgesamt bin ich ein großer Fan der Geschichte geworden und werde mir die Reihe sehr wahrscheinlich auch auf Englisch kaufen. Das ist eigentlich immer ein Zeichen für mich selber, dass mich ein Buch komplett für sich eingenommen hat. Feyre ist eine wahnsinnig interessante Protagonistin, von der ich einfach gerne noch mehr lesen möchte. So verhält es sich aber tatsächlich fast mit allen Charakteren, weil jeder für sich seinen individuellen Charme hat. Natürlich hat Rhysand es mir besonders angetan, gebe ich ja zu. Ich möchte einfach viel viel mehr aus der Welt der Fae lesen und ich habe nicht das Gefühl, dass ich so schnell genug davon bekommen werde. Ein toller Auftakt zu einer vielversprechenden Buchreihe.

Dienstag, 8. August 2017

Review + Swatches | Juvia's Place The Saharan Palette

Ich muss ehrlich gestehen, dass die Paletten von Juvia's Place eigentlich nie so richtig ein Thema für mich waren. Sie waren in Deutschland nur sehr schwer erhältlich und wenn dann nur zu einem völlig überteuerten Preis. Dennoch juckt es einem immer ein wenig in den Fingern, wenn man auf YouTube oder Blogs die ganzen tollen Swatches sieht. Doch selbst die tollste Pigmentierung war nicht Grund genug für mich, irgendwo mit viel Mühe in Übersee zu bestellen.
Plötzlich entschied sich jedoch BeautyBay, einige Produkte von Juvia's Place in ihr Sortiment zu nehmen. Für mich gab es dann kein Zögern mehr und die Neugier siegte.
Leider war die Auswahl nicht sehr groß, und so entschied ich mich für die Saharan Palette.


Wie man sieht, befinden sich in der Farbauswahl hauptsächlich Rot- und Brauntöne. Laut Juvia's Place Website diente die traditionelle Gesichtsbemalung eines afrikanischen Volkes namens Fulani als Inspiration für die Palette. Ich werde wahrscheinlich besonders im Herbst sehr oft zu der Palette greifen, weil ich dann einfach gerne auch mal ein dunkleres Augen Make-Up trage und gerne mal mit Orange- oder Rottönen experimentiere.


Wenn ich mir Swatch Videos auf YouTube anschaue, bin ich ja grundsätzlich immer erstmal ein wenig skeptisch. Es wird ja alles immer sehr beschönigt dargestellt. Bei den Juvia's Place Paletten habe ich immer den Satz vieler YouTuber im Kopf: "Look how pigmented it is!". Dieser Satz weckt in mir dann auch häufig den Drang, selbst herauszufinden wie "pigmented" die Lidschatten denn nun wirklich sind. Man fühlt sich schon ein bisschen herausgefordert. Zu der Saharan Palette kann ich aber guten Gewissens sagen, dass sie tatsächlich so gut pigmentiert ist, wie immer erzählt wird. Die folgenden Swatches habe ich mit dem Finger gemacht, ohne eine Lidschatten Base.


Mein liebster Lidschatten aus der Palette ist definitiv "Fula". Pinke Beerentöne haben es mir momentan einfach angetan. Trotz der unterschiedlichen Texturen, lässt sich jeder Lidschatten einwandfrei auftragen und verblenden. Häufig muss man ja gerade mit den matten Lidschatten in einer Palette kämpfen, da diese eine sehr kreideartige Textur haben. Und auch wenn der schwarze Lidschatten ein wenig danach aussehen mag, kann ich jeden beruhigen, denn auch mit "Chad" lässt sich ohne Probleme arbeiten. Im Alltag habe ich in den letzten Wochen häufig "Katsina" in der Lidfalte und am unteren Wimpernkranz, sowie "Lulu" auf dem gesamten Lid getragen. Mit einer Base halten die Lidschatten den ganzen Tag ohne zu verrutschen und an Farbe zu verlieren.

Insgesamt bin ich mit der Palette sehr zufrieden. Jeder der die Möglichkeit hat, unkompliziert an sie heranzukommen, investiert in eine solide Palette mit tollen Farben. Man braucht keine zusätzlichen Lidschatten um ein komplettes Augen Makeup damit zu zaubern, sondern hat alles, was man braucht, in einem Paket. Egal ob Alltags- oder Augen Makeup, die Saharan Palette kann man zu jedem Anlass nutzen.

Sonntag, 30. Juli 2017

Rezension | "Paper Prince" von Erin Watt

Buchinformationen

Originaltitel: Broken Prince | Autor: Erin Watt | Verlag: Piper Verlag
Format: Paperback | Seiten: 368 Seiten | ISBN: 978-3-492-06072-1
Preis: 12,99€ [D]

Erschienen am 03. April 2017
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Reiheninformation

Band 1: Paper Princess | Band 2: Paper Prince | Band 3: Paper Palace
Band 4: Paper Passion (erscheint am 02.11.2017)
Band 5: Paper Paradise (erscheint am 01.02.2018)
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„Paper Prince“ ist der zweite Band der Paper Serie und knüpft direkt dort an, wo der erste Teil aufgehört hat. Im Gegensatz zu „Paper Princess“ wird die Geschichte hier abwechselnd aus der Perspektive von Reed und Ella erzählt. Das bedeutet, wir bekommen endlich auch mal Reeds Sicht der Dinge geschildert. Besonders interessant fand ich zu lesen, wie er das Ende des ersten Bandes erlebt hat. Diverse Ereignisse werden so in ein ganz anderes Licht gerückt und ich finde, dass es clever gelöst wurde, im zweiten Band Reeds Perspektive mit einzubauen.

Nach Ellas Verschwinden hängt der Haussegen zwischen den Brüdern im Hause Royal ordentlich schief, denn jedem ist klar: Reed ist schuld. Meiner Meinung nach wurde es auch mal Zeit, dass die anderen Brüder ihm mal klar zeigen, was Sache ist.

Nun hatte ich erwartet, dass die Haupthandlung des Buches darin besteht, Ella zu finden und zur Rückkehr zu bewegen. Ob mir das so gut gefallen hätte, ist fragwürdig und zum Glück kam es auch anders. Denn dieser Part war bereits vor Ende der ersten hundert Seiten abgehandelt. Vielmehr steht hier besonders Reeds Konflikt mit sich selber und seinen vergangenen Taten im Mittelpunkt, ebenso wie seine Beziehung zu Ella. Hauptpunkt der Geschichte sind jedoch Brookes dubiose Machenschaften.

Nachdem Brooke ja eher einen untergeordneten Part in „Paper Princess“ gespielt hat, ist sie in „Paper Prince“ eindeutig die Hauptantagonistin. Zur Seite steht ihr dabei Dinah, die Exfrau von Ellas verstorbenem Vater. Es hat den Anschein, als ob sie beide die Royals um eine ganze Menge Geld erleichtern wollen, jedoch jeweils auf ihre eigene Art und Weise. Die beiden sind buchstäblich das personifizierte Böse. Die Intrigen sind also vorprogrammiert, was ich ja an einem Roman immer ganz reizend finde. Man weiß nie, was die werten Damen als nächstes planen um zu ihrem eigenen Vorteil Leute zu vernichten.

Und während Ella vehement versucht Reed zu ignorieren, schreitet Brooke zur Tat und verlangt von Reed, dass er ihr dabei hilft, wieder mit Callum zusammenzukommen und ihm ihr Kind unterzujubeln. Als wäre dies nicht genug, zerbricht nun auch noch das Machtgefüge der Royals an der Schule. Sehr zum Leidwesen seiner Brüder. Besonders Easton hält Reed nun immer wieder vor Augen, was er eigentlich angerichtet hat. Ich muss auch zugeben, dass mir Easton als Charakter immer mehr gefällt. Ich habe es wirklich genossen, seine Szenen mit Ella zu lesen, da man wirklich merkt, wie sehr er mittlerweile an ihr hängt und welches Verhältnis sie zueinander aufgebaut haben (auf rein geschwisterlicher Basis natürlich). Auf eine gewisse Art und Weise brauchen die Beiden einander und es ist einfach schön zu lesen.

Ellas Disput mit Reed und ihr spontanes Verschwinden hat nun aber leider auch zur Folge, dass sie in der Schule wieder Opfer grausamer Anfeindungen wird. Besonders Jordan glaubt nun die Fäden an der Astor Park in der Hand zu haben, wo Reed alles schleifen lässt, und verspricht Ella das Leben zur Hölle zu machen. Und das die werten Schüler der Astor Park nicht zimperlich sind, wissen wir spätestens seit Ellas Aufeinandertreffen mit Daniel Delacorte im ersten Band. Man wird also kaum sagen können, dass beim Lesen Langeweile auftritt. Ella wächst jedoch langsam in ihre Rolle als Royal hinein und so dürfen wir miterleben, wie sie den Spieß einfach mal umdreht. Ich habe es ja immer sehr gerne, wenn man Charakter Entwicklungen in einer Buchreihe beobachten kann und ich denke, dass wir von Ella noch einiges erwarten können.

Obwohl es zwischen Ella und Reed ja ordentlich gekracht hat, gibt es zum Glück nicht diese großen melodramatischen Momenten zwischen den Beiden. Ella vertritt ihre Meinung und macht es Reed wirklich nicht einfach. Dieser wirkt mittlerweile nahezu gebrochen und hat nur noch eines im Kopf: Ella zurückzugewinnen. Letzten Endes müssen wir aber nicht komplett auf die romantischen Liebesszenen verzichten, denn im Endeffekt ist „Paper Prince“ schließlich ein New Adult Roman. Ein großer Pluspunkt ist auch an dieser Stelle wieder, dass es diverse Kapitel aus Reeds Perspektive gibt, die auch die Kehrseite zu Ellas Wahrnehmung zeigen.

Band 2 der Paper Reihe lebt also von allerhand Intrigen und Spannung. Die Geschichte ist sehr unberechenbar und man weiß nie, was als nächstes passieren wird. Durch den leichten Schreibstil ist die Geschichte schön kurzweilig und man kann sie gut in einem Rutsch weglesen.

Das Ende hat mich wirklich offenem Mund dasitzen lassen und ich habe es satte dreimal gelesen, weil ich es einfach nicht glauben konnte. Selten habe ich so einen Cliffhanger vor Augen gehabt. Es gibt keinen Zweifel, dass ich so schnell es geht zur Fortsetzung greifen werde und diese mit Sicherheit genauso verschlingen werde.

Freitag, 14. Juli 2017

Mein riesen Sephora und Douglas Haul | Too Faced, Kat von D, Huda Beauty und Becca

Vor einigen Tagen habe ich bereits auf Instagram ein Foto von meinem Sephora und Douglas Haul gepostet und es hat für meine Verhältnisse wirklich viele Likes bekommen. Ich habe mich natürlich sehr darüber gefreut und da ich selber immernoch ganz aufgeregt bin was meine neuen Schätze angeht, wollte ich euch gerne alles detailliert in einem Blogpost vorstellen. Tatsächlich ist genau ein Teil von Douglas und der Rest stammt aus dem frisch gelaunchten deutschen Sephora/Galeria Kaufhof Onlineshop.


Fangen wir gleich mal mit einem Must-Have an, wo ich gar nicht lange überlegen musste. Für mich war von Anfang an klar, sobald Sephora seinen Shop öffnet, werde ich mir die Sweet Peach Palette kaufen. Es gibt ja viele Blogger und Youtuber, die den Geruch der Palette überhaupt nicht ausstehen können. Ich für meinen Teil finde den Geruch aber tatsächlich toll. Ob es jetzt wirklich nach Pfirsichen riecht, sei jetzt mal dahingestellt. Es riecht aber auf jeden Fall sehr süßlich und lecker!


Das wichtigste an einer Lidschatten Palette ist aber nicht der Geruch, sondern die Farben. Mein Hautton schwankt je nach Jahreszeit zwischen hell und leicht gebräunt. Und die Farben in der Palette schmeicheln beidem. Sie sind alle sehr tragbar im Alltag und durch die Paech Töne mal etwas Besonderes im Vergleich zu den regulären Nude Tönen. Allerdings glaube ich, dass ich bevorzugt im Frühling und Sommer zur Sweet Paech Palette greifen werde und im Herbst und Winter dann lieber wieder auf etwas dunklere Töne umsteige.


Ein weiterer großer Wunsch von mir war die Alchemist Highlighter Palette von Kat von D. Ich habe vorher schon gehört, dass die Highlighter sehr klein sein sollen, aber in echt kamen sie mir fast noch kleiner als erwartet vor. Sie sind gerade mal so groß wie ein 1€ Stück. Jedoch bin ich so begeistert von der Palette, dass ich mich gar nicht lange darüber aufregen möchte.



Sobald ich die Highlighter das erste Mal geswatched habe, war ich sofort verliebt. Ich habe einfach eine Schwäche für Duochrome Highlighter. Für ein auffälliges Abend Makeup kann man soviel damit anstellen, aber auch im Alltag trage ich diese gerne leicht aufgetragen, nur mit Foundation und Maskara geschminkt. Besonders im Augen Innenwinkel machen sich Duochromes immer ganz wundervoll.


Da ich mich einmal quer durch alle Marken gekauft habe, machen wir nun weiter mit den Liquid Lipsticks von Huda Beauty. Bei der Farbauswahl ist mir gleich aufgefallen, dass diese eher für Mädels mit einem dunkleren Hautton gemacht sind. Nichts desto trotz habe ich mich an die Farbe "Muse" herangewagt, ein schönes Bordeauxrot. Wenn ich nicht gebräunt bin, sieht er tatsächlich etwas zu dunkel an mir aus. Aber mit einem Teint der so richtig schön von der Sonne geküsst wurde, ist die Farbe mit Sicherheit der Knaller. Vielleicht kommt der Sommer ja noch zu uns.


Als nächstes habe ich mir einen der Sweethearts Blushes in der Farbe "Peach Beach" von Too Faced gegönnt. Die Farbabgabe ist tatsächlich nicht so gigantisch, aber dafür zaubert der Blush einen zart gebräunten Effekt auf den Wangen. Mich ärgern die Schimmerpartikel ein bisschen, weil die teilweise doch sehr stark glitzern wenn man in der Sonne ist. Aber trotzdem gefällt mir die Farbe ganz gut und ich werde noch ein wenig damit herumexperimentieren.



Mein letzter Artikel der Sephora im Warenkorb gelandet ist, ist die Too Faced Natural Love Palette. Meine Lieblingstöne waren gleich von Anfang an "Kittens" und "Bunny Nose". Ich finde die Farbauswahl wirklich sehr gelungen, auch wenn die Lidschatten von der Qualität alle sehr unterschiedlich sind. Man muss halt ein bisschen herumprobieren um das beste Ergebnis zu erzielen.


Hier nochmal ein paar Swatches meiner Lieblingstöne (von oben nach unten): Bunny Nose, Kittens, Fairytale, Honeymoon, Love Bug

Mein letztes Schätzen habe ich mir bei Douglas bestellt. Da diese ja nun auch Becca in ihr Sortiment übernommen haben, konnte ich nicht widerstehen und habe mir den Prysmatic Amethyst Highlighter gegönnt. Meine Liebe zu Duochrome Highlightern habe ich ja oben schon erwähnt, deshalb ist es auch kein Wunder, dass ich diesen hier wirklich anbete.



Wie man sieht, hinterlässt der Highlighter nur einen leichten Hauch an rosafarbenem Glow und macht sich deshalb auch perfekt im Alltag. Grundsätzlich muss man mit farbigen Highlightern ja immer vorsichtig umgehen, das es sonst wirklich seltsam aussieht. Aber auch als Ergänzung zu einem dezenten Augenmakeup macht sich der Prysmatic Amethyst wirklich gut.


Das war also mein zugegebenermaßen sehr ausschweifender Beauty Haul und diesen Monat wird hoffentlich auch nichts mehr dazukommen. Ich bin gespannt was Sephora und Douglas sonst noch so in ihre Shops aufnehmen werden, auch wenn das nichts Gutes für den Geldbeutel bedeutet. Trotzdem war es mal schön, sich so viel zu gönnen, da ich an jedem einzelnen Teil viel Freude habe. Wie schaut es bei euch aus? Was habt ihr euch schon von Sephora gegönnt?

Donnerstag, 29. Juni 2017

Die Onleihe App | nie wieder ein schlechtes Buch erwischen

Es kennt bestimmt jeder von euch. Man geht in eine Buchhandlung, sieht ein Cover und kauft das Buch. Leider bin ich auch so ein Mensch, der gerne mal nach dem Äußeren eines Buches urteilt und sich gutgläubig denkt, dass der Inhalt dem schon gerecht wird. Nicht selten erlebt man dann zu Hause die böse Überraschung und hat wenig Freude an dem Buch. Eine gute Möglichkeit um dies zu umgehen ist natürlich das Buch vorher gelesen zu haben, sei es ganz oder nur die ersten zehn Kapitel. Ich persönlich finde Leseproben immer viel zu kurz um sich ein richtiges Urteil über ein Buch erlauben zu können. Um wirklich zu wissen, ob sich der Kauf eines Buches lohnt, habe ich die Onleihe App für mich entdeckt.


Die Onleihe App ist quasi wie eine Bücherei auf dem Handy oder Tablet. Man kann in einem großen Katalog verschiedenster Kategorien stöbern und sich Bücher als Ebooks ausleihen. Alles was man dafür braucht ist ein Bibliothekskonto. Ob eure Bücherei bei der Onleihe mitmacht, erfragt ihr am besten direkt vor Ort. Einloggen kann man sich dann mit den selben Daten, die man auch für das Online Verzeichnis der jeweiligen Bücherei benutzt.


Ich selber stöbere immer gerne in den Kategorien "Jugenbücher" sowie "Romamen & Erzählungen". Die Auswahl hält weitestgehend mit gängigen Neuheiten mit. Allerdings sind diese häufig für mehrere Monate im Voraus reserviert.
Sobald ich dann ein Buch gefunden habe, was mich interessiert, entscheide ich, ob ich es als Hörbuch oder Ebook ausleihen möchte. Oftmals ist aber auch nur eines von beiden im Katalog verfügbar. Ein Hörbuch kann man für maximal 7 Tage ausleihen und ein Ebook für maximal 14. Und dann kann es eigentlich auch schon losgehen.



Praktisch finde ich außerdem, dass man sich die Bücher und Hörbücher auf sein Gerät laden kann und somit auch offline darüber verfügen kann. Bedeutet wenn ich beispielweise spazieren gehe, kann ich unterwegs ganz entspannt mein Hörbuch hören. Oder gerade im Sommer eignet es sich auch perfekt für den Strandurlaub.

Ich bin eine Leserin, die Bücher mehr als einmal zur Hand nimmt. Es gibt Bücher die habe ich fünf bis zehnmal gelesen. Deshalb geht für mich die Strategie super auf, ein Buch zunächst über die Onleihe zu lesen und dann zu entscheiden, ob ich es auch in meinem Regal stehen haben möchte. So habe ich es auch vor kurzem mit "Die Rote Königin" von Victoria Aveyard gemacht und habe in diesem Falle sogar eine positive Überraschung erlebt. Ich bin davon ausgegangen, dass mir das Buch nicht gefallen wird und durch das Lesen in der Onleihe wurde ich doch noch vom Gegenteil überzeugt. Für mich ist die App fest in meine Leseroutine integriert und auf jeden Fall nicht mehr wegzudenken.

Dienstag, 27. Juni 2017

Rezension | "Paper Princess" von Erin Watt

Buchinformationen

Originaltitel: Paper Princess | Autor: Erin Watt | Verlag: Piper Verlag
Format: Paperback | Seiten: 384 Seiten | ISBN: 978-3-492-06071-4
Preis: 12,99€ [D]

Erschienen am 01. März 2017
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Paper Princess war für mich ein typischer Cover Kauf. Es hat mich einfach angezogen im Laden und ich musste es haben. Da ich New Adult Romane ja sowieso liebe, gab es auch kein wenn und aber. Zunächst hatte ich so meine Zweifel, dass mir das Buch gut gefallen würde, zumal man schnell merkt, dass die Geschichte an sich nichts Neues ist und auch nicht viel Tiefe mit sich bringt. Und trotzdem ist Paper Princess eines dieser Bücher, die einen fesseln, ohne dass man es merkt.

In der Geschichte geht es um die siebzahnjährige Ella Harper. Seit dem Tod ihrer Mutter kämpft sie sich ganz alleine durchs Leben und hält sich mit fragwürdigen Jobs in Stripclubs über Wasser. Ihren Vater hat sie nie kennengelernt und sie glaubt auch nicht, dass sich das jemals ändern wird. Ich empfand Ella sofort als eine starke junge Frau, die trotz ihrer schwierigen Lebenssituation einen kühlen Kopf bewahrt, und tut was sie kann, um sich durchs Leben zu kämpfen. Sie zerfließt nicht in Selbstmitleid, sondern legt selbst im Angesicht ihrer zwielichtigen Jobs einen gewissen Stolz an den Tag.

Bedingt durch ihre Erfahrungen legt Ella viel Skepsis gegenüber anderen Menschen an den Tag. Als dann plötzlich ein Mann namens Callum Royal in ihrer Schule auftaucht und sich als bester Freund und Kollege ihres Vaters vorstellt, verfällt Ella deshalb schnell in Abwehrhaltung. Aber wer würde das nicht? Und als sei das nicht schon genug, behauptet Callum auch noch, dass ihr Vater tot ist und er ihr Vormund sei.

Ich dachte mir nur: nein! Nein nein nein! Sowas gibt es nicht, so läuft das nicht. Gutaussehender und reicher Typ mittleren Alters taucht in der Schule auf um sie zu adoptieren oder so? An Ellas Stelle hätte ich sofort gedacht, dass das irgendein Typ aus ihren Nachtclubs ist, der definitiv nichts Gutes im Schilde führt. Aber zum Glück lässt Ella sich nicht so leicht überzeugen und geht zunächst auf Distanz.

Callum lässt allerdings nicht locker und sucht sie in einem der Nachtclubs auf, in denen sie tanzt. Er bietet ihr zehntausend Dollar an, für jeden Monat, den sie bei ihm bleibt und brav ihren Schulabschluss macht. Meiner Meinung nach macht ihn das nicht gerade vertrauenswürdiger. Doch dieses Mal erwägt Ella keine Fluchtversuche und gibt dem Ganzen eine Chance.

Callum nimmt sie mit zu seinem Flugunternehmen, welches er zusammen mit Ellas Vater Steve aufgebaut hat. Als sie jedoch seine Villa sieht, wird ihr das gesamte Ausmaß seines Reichtums erst bewusst. Ella fühlt sich natürlich total fehl am Platz. Sie kommt buchstäblich von der Straße und soll sich nun hier eingewöhnen?

Dass Callums Rolle als Vormund doch gar nicht so abwegig ist, zeigt sich, als er Ella seine fünf Söhne vorstellt. Elterliche Erfahrung hat er also allemal. Jedoch sind die Brüder sich mit ihrem Vater alles andere als grün und Ellas Anwesenheit macht die Situation keinesfalls leichter. Besonders Callums Sohn Reed scheint eine besondere Abneigung gegen sie zu hegen, auch wenn es keinen Grund dafür geben mag. Er dichtet Ella ein falsches Spiel an und versucht sie laufend einzuschüchtern und irgendwie loszuwerden.

Ab und zu ist es ganz lustig mitzuerleben, wie Ella und Reed gegenseitig ihren Kampf austragen, doch genauso oft denkt man sich, dass Reed einfach viel zu weit geht. Besonders als er sie mitten in der Nacht nach einer Party auf der Straße aussetzt.

Auch an ihrer neuen Schule fühlt Ella sich wie ein absoluter Außenseiter zwischen den ganzen reichen Tussis. Nur in Valerie findet sie eine bodenständige Freundin. Sie ist lustig, aufrichtig und für jeden Spaß zu haben. Ich glaube eine Freundin wie sie hätte jeder gerne.

Auch Callums Partnerin Brooke ist für Ella wie ein kleiner Lichtblick in der tristen Stimmung der Royal Villa. Doch hinter ihr steckt weit mehr, als man auf den ersten Blick zu denken vermag. Den Punkt habe ich in der Geschichte wirklich nicht kommen sehen, auch wenn es sich das ein oder andere Mal angedeutet hat.

Hätte ich den Klappentext vorher nicht gelesen, wäre ich auch nicht drauf vorbereitet gewesen, dass sich zwischen Ella und Reed eine gewisse Romantik entwickelt. Inmitten all der Boshaftigkeiten fängt es plötzlich an, zwischen den beiden zu knistern. Für mich war es nicht so richtig greifbar, da es einfach keinen Grund dafür gab, dass Ella sich von Reed angezogen fühlt. Doch nach und nach beginnt man seinen Spaß daran zu finden beim Lesen.

Ich selber hätte ja wahrscheinlich eher Gefallen an Easton gefunden. Er ist von seinen Manieren her zwar kein bisschen besser als Reed, jedoch um einiges witziger als sein Bruder. Es hat mich somit auch nicht gewundert, als Ella und Easton sich früher oder später auf ihre eigene Art und Weise annähern.

Insgesamt ist „Paper Princess“ ein New Adult Roman, der zwar eine typische „Sofort-Romanze“ hat, jedoch beim Lesen ein absoluter Pageturner ist. Man kann das Buch in einem Rutsch weglesen und es wird keine Sekunde langweilig. Man hat es mit Intrigen unter der High Society Jugend zu tun, eine zerrüttete Familie und viele spannende Charaktere. Ella ist zudem eine Protagonistin die die Geschichte lebhaft und interessant gestaltet, sodass man zwischendurch nicht das Bedürfnis bekommt, das Buch wegzulegen. Ich glaube, dass jeder, der New Adult Romane mag, dieses Buch lieben wird.

Freitag, 2. Juni 2017

Rezension | "Die Rote Königin" von Victoria Aveyard


Buchinformationen

Originaltitel: Red Queen | Autor: Victoria Aveyard | Verlag: Carlsen
Format: gebunden mit Schutzumschlag | Seiten: 512 Seiten | ISBN: 978-3-551-58326-0
Preis: 19,99€ [D]

Erschienen am 28. Mai 2015
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Über „Die Rote Königin“ hört man viele unterschiedliche Meinungen. Bisher hatte mich genaue das davon abgehalten, das Buch zu lesen. Jedoch stand es in der Onleihe App zum Verleih und ich gab dem ganzen eine Chance.

Das Buch begann für mich wie ein jeder Standard Jugendroman, ohne viel Tiefe und mit oberflächlichen Charakteren. Der Schauplatz wurde lieblos beschrieben und so recht warm wird man mit der Geschichte auch nicht. Ich fühlte mich in meiner Entscheidung definitiv bestätigt, das Buch nur zu leihen und nicht zu kaufen.

Deshalb war ich vollkommen von mir selber überrascht, als sich diese bescheidene Meinung dann doch nach und nach in Begeisterung verwandelte. Woran dies genau lag, werde ich euch in diesem Post näher erläutern.

„Die Rote Königin“ spielt in einer Welt, in der es zwei Bevölkerungsschichten gibt. Zum einen gibt es die Menschen mit rotem Blut, die slumartige Dörfer bewohnen und von Leid und Elend geplagt sind. Dann gibt es die „Menschen“ von silbernem Blut, welche besondere Fähigkeiten besitzen. Sie sind beispielsweise in der Lage, die Elemente zu kontrollieren oder Gedanken zu lesen. Doch statt mit diesen Fähigkeiten Gutes zu tun, unterdrücken sie die Roten und beuten diese für ihre Zwecke aus.

Die Protagonistin der Geschichte ist Mare Barrow, ein rotes Mädchen aus den Armenvierteln. Ihre Brüder wurden alle in den von Silbernen geführten Krieg eingezogen und ihr steht nun das Selbe bevor. Doch ein Unbekannter besorgt ihr einen Job im Palast der silbernen Königsfamilie und so bleibt ihr das fatale Schicksal erspart. Über den Krieg hätte ich übrigens unheimlich gerne mehr erfahren, aber vielleicht kommt das ja noch in den nächsten Bänden.

Im Palast wird sie dann Zeugin der Königinnenkür, einer Art Casting, welches die zukünftige Gemahlin des Kronprinzen Cal hervorbringen soll. Und hier kommen wir an den Punkt, der meine komplette Meinung über das Buch verändert hat.

Durch einen Unfall bei der Veranstaltung kommt heraus, dass Mare Blitze aus ihrem Körper hervorrufen kann und somit ebenfalls besondere Fähigkeiten besitzt, obwohl sie eine Rote ist. Der erste Gedanke war natürlich: wie kann das bitte sein? Das ist doch total unlogisch! Eine richtige Erklärung dazu bekommt man im ersten Band leider nicht. Aber es muss ja spannend bleiben und das ist es ab dem Punkt allemal.

Um die Kontrolle über das unvorhersehbare Ereignis zu behalten, denkt der König sich eine Lüge aus und versteckt Mare im Palast. Sie soll nach außen hin das lang verschwundene Kind eines silbernen Generals verkörpern und das Image der Krone verbessern. Und um die Lüge zu perfektionieren, soll sie Maven, Cals jüngeren Bruder heiraten.

Während Cal der Inbegriff eines jungen Thronfolgers ist, der von seinem Vater über alles geliebt wird und natürlich alles hat, was einen jungen Mann attraktiv macht, ist Maven hingegen der Bruder im Schatten. Der stille und nachdenkliche Zweitgeborene, der nie in seiner Rolle glänzen konnte. Die Beziehung und Geschichte zwischen den Beiden ist ein extrem spannender Bestandteil des Buches und sorgt für so einige schockierende Wendungen.

Mare steht nun zwischen den Stühlen. In Maven scheint sie eine genauso gequälte Seele wie sie selbst gefunden zu haben. Man liebt und leidet laufend mit den Beiden mit und das macht es so schön, die Beziehung zwischen den Beiden wachsen zu sehen ... zumindest bis zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Geschichte auf den ich aus Spoilergründen jetzt nicht näher eingehen werde. Wer das Buch bereits gelesen hat, wird das verstehen.

Doch etwas scheint da auch zwischen ihr und Cal zu sein, was sie nicht leugnen kann. So deutet sich zwar ein Liebesdreieck an, jedoch überschattet dieses nicht die wesentliche Bestandteile der Handlung. Im Zentrum der Geschichte steht Mare und ihre besondere Fähigkeit.

Zwischendurch habe ich mir immerwieder die Frage gestellt, in welches Genre ich dieses Buch einteilen würde. Für mich sind Merkmale einer Dystopie erkennbar, jedoch ist der Fantasy Anteil einfach zu hoch, als dass es eine echte Dystopie sein kann. Es wirkt wie eine Mischung aus der Welt von Game of Thrones und den Charakteren von X-Men.

Was sehr für eine Dystopie spricht, ist die Rebellion gegen das Machtgefüge der Silbernen. Unter den Roten formiert sich eine Allianz, welche sich die Scharlachrote Garde nennt und welche mich doch sehr an den Widerstand in „Die Tribute von Panem“ erinnert. Jedenfalls bekommt man ein ähnliches Feeling beim Lesen.

Ich bin in jedem Falle gespannt wie es weitergeht, da mich das Ende des ersten Bandes doch sehr geschockt hat. Mare ruft sich im Laufe der Geschichte immer wieder ihren Leitsatz „Jeder kann jeden verraten“ ins Gedächtnis und dieser bewahrheitet sich am Ende auf bitterste Weise. Ich habe mit Mare auf jede erdenkliche Art mitgelitten, aber im Endeffekt ist es doch genau das, was wir lesen wollen! Aus meiner anfänglichen Ablehnung resultierte jedenfalls ein Kauf des Buches und ich freue mich schon sehr darauf, mich auch von dem Folgeband überzeugen zu lassen.

Mittwoch, 12. April 2017

Buchgedanken | "Der Letzte Stern" von Rick Yancey

Buchinformationen


Originaltitel: The Last Star | Autor: Rick Yancey | Verlag: Goldmann
Format: gebunden mit Schutzumschlag | Seiten: 384 Seiten | ISBN:  978-3-442-31336-5 
Preis: 16,99€ [D]
Erschienen am 03. Oktober 2016
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Da wären wir also. „Der Letzte Stern“ ist nach „Die fünfte Welle“ und „Das unendliche Meer“ nun der Abschluss der Trilogie. Tatsächlich habe ich eher gemischte Gefühle, wenn ich über das Ende der Geschichte nachdenke, aber dazu gleich mehr.


Nachdem Ringer nun ihre neuen Fähigkeiten besitzt, macht sie sich auf die Suche nach Ben und den anderen aus ihrer ehemaligen Einheit. Getrieben durch ihr neues Ziel, lässt sie nichts unversucht, um ihre Mission zu vollenden. Für mich war es jedoch extrem schwierig nachzuvollziehen, wieso sie auf einmal dieses Ziel verfolgt. Klar, jeder der das Buch gelesen hat, weiß natürlich, wer ihr den Auftrag erteilt hat. Da ich jedoch nicht Spoilern möchte, versuche ich so wenig wie möglich darüber zu erzählen.  Jedenfalls war für mich einfach unklar, welches Motiv sie angetrieben hat.

Zur gleichen Zeit entscheidet sich Ben dazu, nach Ringer zu suchen. Jedoch ahnt dieser nicht im Entferntesten, was mit ihr während ihrer Abwesenheit geschehen ist. So langsam wird auch deutlich, auf welche Art von Beziehung es zwischen den Beiden hinausläuft. Offensichtlich scheint Ben eine Art Beschützer Instinkt gegenüber Ringer zu entwickeln, was ich aber durchaus authentisch finde, wenn man bedenkt, was die Beiden zusammen durchgemacht haben.

Das Wiedersehen von Ringer und Ben verläuft dementsprechend für Beide um einiges anders, als erwartet. Für den Leser bleiben die großen Überraschungsmomente allerdings aus. Und so ist es leider das komplette Buch hindurch. Man ist zwar gespannt, was als nächstes passiert, aber im Endeffekt ahnt man es schon vorher.

Ich war ein sehr großer Fan vom ersten Teil der Trilogie und musste leider feststellen, dass die fesselnde Endzeit Atmosphäre aus „Die fünfte Welle“ im dritten Band gar nicht mehr vorhanden war.
Mich hat ein wenig das Gefühl überkommen, dass der Autor schnell die Reihe beenden wollte oder musste, und deshalb vieles, was die Trilogie ausmacht, auf der Strecke geblieben ist.

Was mich außerdem sehr verwirrt hat, waren die ständig wechselnden Perspektiven. Natürlich ist jede einzelne davon wichtig, gar keine Frage. Jedoch fehlte mir ein wenig die Ordnung darin. Manchmal war ich in Gedanken noch bei einem ganz anderen Charakter und habe gar nicht mitbekommen, dass die Erzählperspektive sich geändert hat.

Generell fand ich die Charaktere in diesem Buch allesamt recht nervig. Cassie hat kaum noch was von dem, wie wir sie im ersten Band kennen und lieben gelernt haben. Auch Sam, der nun anscheinend meint er könne tun und lassen was er will weil er im Militärlager war, nervt mit seinem Verhalten einfach nur. Man denkt sich eigentlich nur: wenn das wirklich der Rest der Menschheit ist in der Geschichte, sind eh alle verloren.
Was mich leider besonders ärgert ist das Ende. Ich meine hier handelt es sich um eine Geschichte, in der die Welt von Außerirdischen zerstört wird aber einen großen Showdown gibt es nicht. Man erwartet doch irgendwie einen großen Endkampf in dem der Held oder die Heldin das Ruder rumschwenkt und den Menschen einen neuen Anfang ermöglicht. Cassies Rumschwenken der Handlung fand ich allerdings wenig spektakulär inszeniert.

Alles in allem bin ich eher mittelmäßig zufrieden mit dem Abschluss der Trilogie. Einfach aus dem Grund, weil ich mir für die Geschichte  ein anderes Ende gewünscht hätte. Die Handlung schweift ab in sämtliche Richtungen und kommt nicht zum Punkt. Die Spannung wird alleine dadurch aufrecht erhalten, dass man bis zum Ende noch auf eine Wendung der Geschichte wartet.

Freitag, 10. Februar 2017

Buchgedanken | "Das Unendliche Meer" von Rick Yancey


Buchinformationen


Originaltitel: The Infinite Sea | Autor: Rick Yancey | Verlag: Goldmann
Format: gebunden mit Schutzumschlag | Seiten: 352 Seiten | ISBN:  978-3-442-31335-8 
Preis: 16,99€ [D]

Erschienen am 30. März 2015
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Wie sein Vorgänger „Die fünfte Welle“ beginnt auch „Das Unendliche Meer“ mit einem Prolog. Nun da die vermeintlich großen Geheimnisse um die Anderen und deren Pläne raus sind, war ich natürlich gespannt, wie man es schaffen will, einen würdigen Nachfolger für „Die fünfte Welle“ zu schreiben. Ich habe allerdings sehr schnell gemerkt, dass es noch um einiges mehr Fragen zu beantworten gibt, als ich dachte. Bis diese jedoch beantwortet werden, braucht man einen sehr langen Atem.
Cassie, Ringer und Ben finden sich mit ihren Freunden zunächst in einem Hotel wieder, welches sie als sicheren Unterschlupf nutzen wollen. Da sie jedoch sicher sind, dass dieser nicht lange sicher bleiben wird, entscheidet sich Ringer, das Hotel zu verlassen und nach einer neuen Bleibe zu suchen. Ihr Plan geht jedoch sehr schnell schief und so sieht Ringer sich bald in den Armen eines alten Feindes wieder.

Währenddessen wartet Cassie darauf, dass Evan nach den Ereignissen in „Die fünfte Welle“ zu ihr zurückkehrt und sorgt damit für Unmut in der Gruppe. Im ersten Band war ich ein sehr großer Fan von Cassie, jedoch fand ich diese ganze Sache mit Evan in diesem Buch ein wenig nervig. Sie klammert sich so sehr an die Hoffnung, dass er wieder auftaucht, dass sie Alles um sich herum zu vergessen scheint und wenig mit der starken Heldin aus „Die fünfte Welle“ gemeinsam hat.

Wenn man bedenkt, wie der erste Band aufgehört hat, fand ich es nahezu enttäuschend wie lethargisch die Geschichte in „Das unendliche Meer“ anfängt. Der Part im Hotel zieht sich sehr in die Länge und hat mich nicht so recht für sich einnehmen können. Man wartet die ganze Zeit, dass etwas Spannendes passiert, doch dazu muss man sich zunächst fast die Hälfte des Buches gedulden. Erfahrungsgemäß ist es jedoch meistens so, dass der zweite Band einer Reihe genau diese Probleme aufweist und wie ein Lückenfüller wirkt.


Etwas was ich aber lobend erwähnen will ist, dass wir während der Zeit im Hotel die Antwort darauf bekommen, warum im ersten Band die Jüngsten der Kinder im Camp Haven wieder mit dem Bus weggefahren wurden. Und ich weiß nicht so recht ob ich mehr entsetzt sein soll, oder schlicht und ergreifend fasziniert von der Idee des Autors. Ich denke es ist wohl ein bisschen von Beidem.
Was ich außerdem jedem empfehlen würde: lest den ersten Band nochmal bevor ihr mit Band zwei anfangt. Die Geschichte kann teilweise doch sehr verwirrend sein aufgrund der plötzlichen Sprünge zwischen den Erzählperspektiven. So bekommen wir zum Beispiel ein Kapitel aus Poundcakes Sicht erzählt und erfahren, wieso er nicht spricht.

Was mich sehr begeistert hat, waren die Kapitel aus Ringers Sicht. Sie scheint sich in „Das unendliche Meer“ zu dem wohl wichtigsten Charakter in der Geschichte zu entwickeln, wird doch der erste Teil und der dritte Teil des Buches komplett aus ihrer Perspektive erzählt. Man erfährt eine Menge über ihre Vergangenheit und warum sie zu dem Mädchen geworden ist, welches wir seit der fünften Welle als Ringer kennen.

Neben den bekannten Charakteren lernen wir außerdem zwei Neue kennen. Zum einen hätten wir da Grace, eine junge Frau aus Evans Vergangenheit, die so ziemlich jedes Klischee einer bösen Schönheit bedient. Genau wie Evan ist sie ein Silencer, jedoch nimmt sie ihre Aufgabe im Gegensatz zu Evan um einiges Ernster. Sie lebt den Plan der Anderen buchstäblich bis in den Tod und wird des Öfteren mit einer nordischen Kriegerprinzessin verglichen ... was meiner Meinung passt wie die Faust aufs Auge. Mir fallen jede Menge böse Wörter ein, mit denen man sie beschreiben kann. Aber nur weil sie zu den Bösen gehört, heißt das nicht dass ich ihren Charakter nicht mochte, ganz im Gegenteil. Ich finde Grace großartig und sie hätte viel mehr Auftritte in dem Buch verdient. Ich bin auch immer noch großer Hoffnung, dass sie in der Fortsetzung eine Rolle spielen wird, da mir ihr Schicksal in dem Buch nicht so ganz klar war.

Der zweite Neue heißt Razor. Ringer lernt ihn im dritten Teil der Geschichte kennen und zwischen den beiden entwickelt sich eine ganz besondere Beziehung. Es erinnert ein bisschen an die Anfangszeit zwischen Evan und Cassie, wo man nie so richtig wusste, was man in ihm eigentlich sehen soll. Es ist wirklich schwierig über Razor zu erzählen ohne zu Spoilern, aber so viel sei verraten: er und Ringer sind an einem großen Plot Twist beteiligt. Dieser Plot Twist verändert alles was man im ersten Band glaubt gelernt zu haben und lässt alles in einem völlig anderen Licht erscheinen. Und das war dann endlich der Punkt, auf den ich das ganze Buch hindurch gewartet habe. Nämlich diese Situation, in der man das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann. Und dann, bevor man überhaupt wusste wie einem geschieht und so viele Fragen aufgetaucht sind, endet die Geschichte plötzlich.

Viele neue Fragen, Ereignisse überschlagen sich und man möchte einfach nur wissen, wie es weitergeht. So hätte ich mir das ganze Buch gewünscht, aber ich bin mir sicher Rick Yancey wird sich was bei dem Aufbau der Geschichte gedacht haben. Wie am Ende des ersten Bandes ist man ein wenig entsetzt, jedoch aber auch irgendwie zufrieden, wie sich die Geschichte entwickelt. Ich hoffe nun, dass Band drei nochmal ein richtiger Knaller wird und meine Erwartungen an die Reihe hoffentlich übertreffen wird.